NATO-Interoperabilität beginnt beim Kraftstoff. STANAG 1135 kodifiziert die F-Codes aller NATO-Streitkräfte und ist Grundlage für alle Systeme, die auf NATO-Versorgung angewiesen sind.
Interchangeability of Fuels, Lubricants and Associated Products used by NATO Forces
Grundlegendes NATO-Abkommen zur Austauschbarkeit von Kraft- und Schmierstoffen aller NATO-Streitkräfte. Definiert die F-Codes (F-34, F-44, F-76 etc.) und deren Spezifikationen.
Turbine Fuel, Aviation Kerosine Type, Jet A-1 (AVTUR/FSII)
Spezifikation für NATO F-34 Flugkraftstoff (Kerosin). Entspricht weitgehend Jet A-1 mit Anforderungen an Gefrierpunkt, Flammpunkt, Additive und Wasserabscheidung.
STANAG 1135 führt ein einheitliches Kodiersystem für alle von NATO-Streitkräften verwendeten Kraft- und Schmierstoffe ein. Jeder Stoff erhält einen F-Code mit spezifischer Spezifikation, die von allen Mitgliedsstaaten anerkannt wird.
Wer Antriebssysteme, Kraftstoffsysteme, Filter oder Pumpen für die Bundeswehr liefert, muss sicherstellen, dass alle Komponenten mit dem NATO-F-Kraftstoff des Einsatzszenarios kompatibel sind. Dies betrifft Dichtungswerkstoffe (Elastomere), Oberflächenbeschichtungen und Filtermaterialien.
Die Bundeswehr hat seit den 2000er Jahren eine „Single-Fuel-Strategie" eingeführt: F-34 (JP-8) soll als einheitlicher Kraftstoff für alle Plattformen verwendet werden, was Logistik vereinfacht und Risiken reduziert. Lieferanten von Fahrzeugen und Aggregaten müssen F-34-Kompatibilität nachweisen.
Zivile Systeme, die für EN 590-Diesel ausgelegt sind, können mit F-34 (Kerosin) inkompatible Elastomere (Dichtungen, Schläuche) enthalten. Kerosin ist ein schlechteres Lösemittel für Gummi, aber ein besseres für bestimmte Beschichtungen.
Kraftstoff-Filterklassen müssen explizit für NATO-F-Kraftstoffe spezifiziert sein – zivile Filterklassen nach EN-Norm korrespondieren nicht direkt mit NATO-Anforderungen.
Wir unterstützen bei Kraftstoffkompatibilitätsnachweisen für Bundeswehr-Ausschreibungen.